Kampfmittel Jobs

Kampfmittelräumdienst Jobs

Welche Kampfmittelräumdienst Jobs gibt es und wie läuft die Ausbildung ab?

Die Arbeit als Kampfmittelbeseitiger gilt auf jeden Fall nicht als alltäglicher Beruf und ist definitiv äußerst spannend. Das Tätigkeitsfeld bietet dabei die unterschiedlichsten Jobs an und verspricht eine spannende und lehrreiche Ausbildung für Interessenten. Denn besonders der Umgang mit scharfen Bomben und explosiven Materialien erfordert jede Menge Fachwissen und Kenntnisse sowie extremes Feingefühl und eine belastbare Psyche. Im folgenden Beitrag wird daher erklärt, welche Kampfmittelräumdienst Jobs es gibt, wie der Alltag in diesen Berufen aussehen kann, wie hoch die Gehälter durchschnittlich ausfallen, wie die Ausbildung abläuft und welches Anforderungsprofil potenzielle Interessenten am besten mitbringen sollten.

Welche Arten von Berufen gibt es?

Der Begriff Kampfmittelbeseitiger ist nicht die eigentliche Beschreibung eines festen Berufs, sondern viel mehr als Überbegriff zu verstehen. Hier sind unterschiedliche Berufsfelder und deren Fachwissen gefragt, damit bei einer solch gefährlichen Arbeit absolut nichts schiefgehen kann und niemand verletzt wird. Auch wenn der eine Beruf vielleicht mehr zu tun hat und ein größeres Anforderungsprofil besitzt, so heißt das noch lange nicht, dass dieser verzichtbar ist. Denn die Kombination aus diesen verschiedenen Tätigkeiten sorgt erst für die fachgerechte und professionelle Entsorgung von gefährlichen Sprengstoffen und Materialien.

Im Großen und Ganzen gibt es unterscheidet man zwischen zwei Berufsfeldern innerhalb des Kampfmittelräumdienstes. Zum einen gibt es die Feuerwerker, welche über eine hoch spezialisierte Ausbildung mit äußerstem Fachwissen verfügen und zum anderen die Räumhelfer und Sondierer. Diese benötigen keine spezielle Ausbildung, sollten jedoch mindestens Berufserfahrung im technischen Bereich mitbringen und über handwerkliches Geschick verfügen.

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Der Feuerwerker – das Berufsbild im Überblick

Als Feuerwerker werden sogenannte Munitionsfachkundige bezeichnet, welche sich um das Lokalisieren, Entfernen und das Delaborieren von Munition und Sprengstoffen kümmern. Wer zu solchen Tätigkeiten befähigt ist, schreibt § 20 des Sprengstoffgesetzes vor. Im zivilen Umfeld sind diese Personen meistens in unterschiedlichen privaten Firmen angestellt, welche sich um die Beseitigung von unterschiedlichen Arten an Kampfmitteln kümmern.

Andere Feuerwerker hingegen arbeiten für militärische Einrichtungen wie die Bundeswehr oder aber auch für Institutionen wie die Polizei. Während zivile und militärische Feuerwerker es eher mit Munitions- und Bombenresten aus dem 2. Weltkrieg zu tun haben, geht es bei dem Einsatz der Polizei um selbst gebaute Sprengsätze oder Brandvorrichtungen, welche kontrolliert, gesprengt oder entschärft werden müssen.

 

Wie wird man zum Feuerwerker? – die Kampfmittelbeseitigung Ausbildung

Wer ernsthaftes Interesse an einem Feuerwerker Job besitzt, der muss eine entsprechende Ausbildung hinter sich bringen. Wobei es sich hierbei nicht um eine Ausbildung im klassischen Sinne handelt, sondern viel mehr um eine Art Weiter- oder Fortbildung. Eine Kampfmittelräumdienst Ausbildung beginnt meistens mit dem Einstieg als Hilfskraft. Nachdem man hier einige Jahre Berufserfahrung sammeln konnte, steht eine achtwöchige Fortbildung an einer Sprengschule an. Dort kann man nun im Anschluss den Befähigungsschein für den Feuerwerker Job erwerben.

Folgende Einrichtungen und Institutionen bieten diese Fortbildung an:

  • Fa. GFKB M-V
  • Fa. EMC-Kampfmittelbeseitigungs GmbH
  • Wirtschaftsgesellschaft des „Bund Deutscher Feuerwerker und Wehrtechniker“
  • Sprengschule Dresden
  • DFAB GmbH

Alternativ ist die Ausbildung auch bei der Bundeswehr möglich. Hier können sich Interessenten im Rahmen ihres Wehrdienstes ebenfalls zum Feuerwerker Aus- oder weiterbilden lassen und im Anschluss gleich für die Bundeswehr in diesem Berufszweig arbeiten. Hier gibt es auch wiederum verschiedene Spezialdisziplinen, wo es um die Auswertung von alliierten Luftbildern geht, damit damalige Kriegshandlungen besser nachvollzogen werden können. Dies ist besonders wichtig, um die Lokalisation von eventuellen Blindgängern aus dem 2. Weltkrieg zu erleichtern.

Welche Aufgaben ein Feuerwerker erfüllt

Ausgebildete und nach § 20 des Sprengstoffgesetzes befähigte Feuerwerker sind ein äußerst wichtiger Bestandteil der Kampfmittelbeseitigung. Besonders Feuerwerker, welche eine Weiterbildung zum Truppführer gemacht haben, sind besonders gefragt. Ihr großes Fachwissen wird dazu genutzt, die Räumstelle zu dokumentieren und den gesamten Einsatz zu koordinieren. Besonders wichtig ist dabei die fachkundige Begleitung beim Aushub des Erdreichs. Denn hier kann der kleinste Fehler lebensgefährliche Konsequenzen mit sich bringen. Feuerwerker führen zudem auch die Sondierung der Flächen und Bohrlöcher durch und gewährleisten so die höchstmögliche Sicherheit für alle beteiligten Personen.

Das Berufsfeld ist also mit einer großen Verantwortung verbunden, bietet jedoch zeitgleich auch ein äußerst spannendes und abwechslungsreiches Tätigkeitsfeld. Neben der Koordination an der Räumstelle sind Feuerwerker mit Truppführer Fortbildung auch für die gesamte Disposition aller Materialien und des Personals verantwortlich

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Welches Anforderungsprofil müssen Bewerber mitbringen?

Bewerber, die sich für eine Stelle als Feuerwerker oder Truppführer interessieren, sollten einige Voraussetzungen erfüllen. In erster Linie ist natürlich ein Führerschein der Klasse B sowie eine selbstständige und verantwortungsbewusste Arbeitsweise von großem Vorteil für diesen Beruf. Neben weiteren allgemeinen Anforderungen, wie beispielsweise eine gute Team- und Kommunikationsbereitschaft, sind speziell für den Berufszweig des Feuerwerkers auch ein gewisses technisches Verständnis und Interesse äußerst wichtig. Besonders bei der Überwachung der Räumstelle müssen potenzielle Feuerwerker sich mit verschiedenen technischen Geräten auskennen und auseinandersetzen.

Wer sich zudem noch als Truppführer weiterbilden möchte, der sollte einige Kenntnisse in verschiedenen Office-Programmen wie Excel, Word und Outlook mitbringen.

Wie hoch ist das Kampfmittelräumdienst Gehalt?

Wer sich für die Ausbildung zum Feuerwerker entscheidet und anschließend in diesem Berufsfeld arbeitet, der kann mit einigen attraktiven Vorteilen rechnen. So bieten Institutionen wie Bundeswehr und Polizei meist optimale Konditionen und eine gerechte Vergütung für diese gefährliche Tätigkeit. Aber auch private Unternehmen, welche Feuerwerker einstellen, bieten neben einem sicheren Arbeitsplatz und vielen tollen Sozialleistungen auch ein faires Gehalt an.

Doch mit wie viel Gehalt können angehende Feuerwerker rechnen? Das lässt sich wie immer nicht ganz pauschal sagen. Hier spielen wieder verschiedene Faktoren wie das Bundesland, die interne Position und das Unternehmen eine Rolle.

Die Gehaltsspanne liegt jedoch bei 3.137 bis 4.169 Euro, was einen durchschnittlichen Bruttomonatslohn von 3.616 Euro ergibt. Auch hier spielt natürlich wieder die Arbeitserfahrung eine tragende Rolle. Berufseinsteiger werden selten mehr als 3.200 Euro verdienen. Natürlich steigt das Gehalt deutlich, wenn Feuerwerker sich zu unterschiedlichen Fortbildungen entschließen und beispielsweise als Truppführer arbeiten. Besonders im gehobenen Dienst liegen die Gehälter nicht selten bei 5.000 und mehr monatlich.

Räum/Bohrhelfer und Sondierer – das Berufsbild im Überblick

Der Feuerwerker alleine reicht noch lange nicht aus, um die lebensgefährliche Sprengung oder Entschärfung von unterschiedlichen Sprengsätzen und Munition zu gewährleisten. Ohne die Hilfe des Räumhelfers oder des Sondierers geht an der Räumstelle meistens nichts. Sie sind meistens zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird oder untersuchen die Räumstelle auf potenzielle Gefahren hin.

Wie wird man Räumhelfer und Sondierer?

Auch als Räumhelfer oder Sondierer wird keine klassische Berufsausbildung benötigt, hier müssen lediglich einige kleinere Fortbildungen und Lehrgänge absolviert werden. Eine Befähigung, wie sie beim Feuerwerker nötig ist, muss hier nicht erbracht werden. Nützlich ist dabei nur eine technische Ausbildung oder Berufserfahrung in diesem Bereich. Ansonsten ähnelt der Weg zum Räumhelfer, dem des Feuerwerkers. Auch hier steigt man zuerst als Hilfskraft ein und lernt nach und nach die wichtigsten Punkte kennen. Nachdem man etwas Erfahrung gesammelt hat, werden im Anschluss einige wichtige Lehrgänge und Fortbildungen besucht und im Anschluss kann man offiziell als Räumhelfer oder Sondierer arbeiten..

Welche Aufgaben übernimmt ein Räumhelfer oder Sondierer?

Vor allem Räum- und Bohrhelfer sind eine große Hilfe für alle Beteiligten an der Räumstelle. Sie sind dafür da, die Bohrgestänge entsprechend zu verlängern und diese weiterzugeben, aber auch für alle anderen unterstützenden Bohrarbeiten am Einsatzort sind Räumhelfer immer zur Stelle. In den Fortbildungen und während der täglichen Arbeit lernen die Räumhelfer auch die verschiedenen Sondensysteme und kennen, wenn sie möchten, auch zusätzlich als Sondierer arbeiten. Dabei untersuchen sie die Räumstelle mit speziellen Sonden, um so gefährliche Teile oder Sprengstoffe ausfindig zu machen.

Welches Anforderungsprofil müssen Bewerber mitbringen?

Wer sich für die Tätigkeit des Räumhelfers interessiert, der braucht keine bestimmte Ausbildung. Wie bereits erwähnt, ist lediglich eine Ausbildung oder Berufserfahrung in einem technischen Berufszweig wünschenswert und von großem Vorteil. Auch das dementsprechende Interesse an technischen Vorgängen sowie handwerkliches Geschick ist absolut notwendig für diesen Beruf. Zudem sollten Bewerber eine gewisse körperliche Belastbarkeit mitbringen und kein Problem mit außergewöhnlichen Arbeitszeiten haben.

Wie hoch ist das Gehalt eines Räumhelfers

Räumhelfer oder Sondierer verdienen logischerweise etwas weniger als Feuerwerker. Hier liegt das Einstiegsbruttomonatsgehalt in der Regel bei 2.300 Euro und kann je nach Berufserfahrung, Bundesland und Institution höher ausfallen.

Bei Interesse können Räumhelfer natürlich eine Weiterbildung zum Feuerwerker machen. Dieser Weg gilt als optimal, da so ausreichend Berufserfahrung mitgebracht wird.

Ein außergewöhnlicher und spannender Beruf – Kampfmittelräumdienst Jobs

Wer sich für eine Aus- oder Weiterbildung im Bereich des Kampfmittelräumdienstes entscheidet, der bekommt ein abwechslungsreiches und spannendes Tätigkeitsfeld geliefert. Neben einer attraktiven Vergütung im Fall des Kampfmittelräumdienst Jobs, vielen guten Konditionen und Sozialleistungen sind auch die Zukunftsaussichten des Berufs äußerst gut. Denn Mitarbeiter im Kampfmittelräumdienst werden immer gesucht. Besonders mit Berufserfahrung kommt man schnell in die unterschiedlichsten Tätigkeitsfelder hinein. Wer also bei seinem Beruf Spannung, Abwechslung und Arbeit an der frischen Luft sucht, der sollte sich einen Job beim Kampfmittelräumdienst suchen.